Gebäudetechnik und Prozesse

Für die Gastronomie und Hotellerie relevante, ausgewählte Förderprogramme aus der Rubrik Gebäudetechnik und Prozesse.

Produktions­anlagen/­-prozesse
KfW-Energieeffizienzprogramm Produktions­anlagen/­-prozesse

Ziel und Gegenstand

Das KfW-Energieeffizienzprogramm unterstützt Energieeffizienzmaßnahmen im Bereich Produktionsanlagen/-prozesse gewerblicher Unternehmen mit zinsgünstigen Darlehen.

Voraussetzungen

Gefördert werden alle Investitionsmaßnahmen, die eine Energieeinsparung von mindestens 10% erzielen, beispielsweise in den Bereichen:

  • Maschinen/Anlagen/Prozesstechnik
  • Druckluft/Vakuum/Absaugtechnik
  • Elektrische Antriebe/Pumpen
  • Prozesswärme
  • Prozesskälte, Kühlhäuser, Kühlräume
  • Wärmerückgewinnung/Abwärmenutzung (für Produktionsprozesse)
  • Mess-, Regel- und Steuerungstechnik
  • Informations- und Kommunikationstechnik
  • Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen

Modernisierungs­investitionen, die zu einer Endenergieeinsparung von mindestens 10 %  des Durchschnitts­verbrauch der letzten 3 Jahre führen.

Bei Neuinvestitionen ist die Energieeinsparung gegenüber dem Branchendurchschnitt maßgeblich.

Zinssätze und Laufzeiten

Ihren individuellen Zinssatz ermittelt Ihre Bank anhand Ihrer wirtschaftlichen Verhältnisse und der Qualität Ihrer Sicherheiten.

Die Mindestlaufzeit beträgt generell 2 Jahre.

Kredithöhe und Auszahlung

  • in der Regel bis zu 25 Mio. Euro pro Vorhaben
  • bis zu 100 % Ihrer Investitionskosten
  • 100 % des Kreditbetrages werden ausgezahlt

Weiterführende Informationen

Kälte- und Klimaanlagen
Klimaschutzinitiative - Maßnahmen an Kälte- und Klimaanlagen

Wenn Sie Investitionsmaßnahmen für den stärkeren Einsatz von Klimaschutz-Technologien in der Kälte- und Klimatechnik planen, können Sie unter bestimmten Voraussetzungen einen Zuschuss erhalten.

Gefördert werden stationäre Kälte- und Klimaanlagen, die mit nicht-halogenierten Kältemitteln betrieben werden und ergänzende Komponenten, beispielsweise Wärmepumpen sowie Wärme- und Kältespeicher, die den klimaschützenden Betrieb des Gesamtsystems zusätzlich verstärken.

Für die gleichzeitige Errichtung von stationären Kälte- beziehungsweise Klimaanlagen und Anlagen zur Erzeugung regenerativer Energien (Elektroenergie und Wärme) wird eine Bonusförderung gewährt (Kombinationsbonus).

Sie erhalten die Förderung als Zuschuss. Die Höhe des Zuschusses richtet sich nach der Kälteleistung und der Art der Anlage. Es gilt eine Förderhöchstgrenze von insgesamt EUR 150.000 pro Maßnahme sowie eine Begrenzung auf maximal 50 Prozent der förderfähigen Ausgaben.

Anträge richten Sie bitte vor Beginn des Vorhabens an das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA).

Die Richtlinien gelten bis zum 31. Dezember 2021.

Weitere Infos:

https://www.foerderdatenbank.de/FDB/Content/DE/Foerderprogramm/Bund/BMU/kaelte-und-klimarichtlinie.html

https://www.bafa.de/DE/Energie/Energieeffizienz/Klima_Kaeltetechnik/klima_kaeltetechnik_node.html;jsessionid=2F15F2E5A016802A659FFC6EE2F9086B.2_cid362

Antrag:

https://fms.bafa.de/BafaFrame/kaelteklima2

Bundesförderung für Energieeffizienz
Bundesförderung für Energieeffizienz in der Wirtschaft – Zuschuss und Kredit

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) unterstützt Investitionen zur Steigerung der Energieeffizienz und zum Einsatz erneuerbarer Wärme-Technologien in der Wirtschaft.

Gefördert werden:

  • Modul 1

Querschnittstechnologien: investive Einzelmaßnahmen zur Erhöhung der Energieeffizienz von industriellen und gewerblichen Anlagen und Prozessen durch den Einsatz von hocheffizienten und am Markt verfügbaren Technologien,

  • Modul 2

Maßnahmen zur Prozesswärmebereitstellung aus erneuerbaren Energien (Solarkollektoranlagen, Biomasse-Anlagen, Wärmepumpen),

  • Modul 3

Erwerb und Installation von Mess-, Steuer- und Regelungstechnik und Sensorik sowie Erwerb und Installation von Energiemanagement-Software und Schulung des Personals durch Dritte im Umgang mit der Software,

  • Modul 4

Maßnahmen zur energiebezogenen Optimierung von industriellen und gewerblichen Anlagen und Prozessen, die zur Erhöhung der Energieeffizienz und damit zur Senkung des fossilen Energieverbrauchs in Unternehmen beitragen.

Die Förderung kann wahlweise als direkter Zuschuss oder als Tilgungszuschuss in Verbindung mit einem Kredit der KfW Bankengruppe beantragt werden.

Kredit:

  • Bis zu 25 Millionen Euro
  • Bis zu 100 Prozent der förderfähigen Kosten
  • Tilgungsfreie Anlaufjahre, je nach Laufzeit
  • Tilgungszuschüsse:
    • 30 % in Modul 1, 3, 4
    • 45 % in Modul 2
    • + 10 % für Kleine und Mittlere Unternehmen

Weitere Infos:

https://www.kfw.de/inlandsfoerderung/Unternehmen/Energie-Umwelt/Förderprodukte/Energieeffizienz-und-Prozesswärme-aus-Erneuerbaren-Energien-(295)/

Zuschuss:

  • Modul 1:
    • Minimales Netto-Investitionsvolumen: 2.000 Euro
    • Maximale Förderung 200.000 Euro oder 40 Prozent der förderfähigen Investitionskosten
  • Modul 2:
    • Maximale Förderung 10 Millionen Euro oder 55 Prozent der förderfähigen Investitionskosten
  • Modul 3:
    • Maximale Förderung 10 Millionen Euro oder 40 Prozent der förderfähigen Investitionskosten
  • Modul 4:
    • Maximale Förderung 10 Millionen Euro oder 40 Prozent der förderfähigen Investitionskosten
    • Die maximale Förderung ist auf einen Betrag von 500 Euro (700 Euro für kleine und mittlere Unternehmen) pro jährlich eingesparte Tonne CO2 begrenzt (Fördereffizienz)

Weitere Infos:

https://www.bafa.de/DE/Energie/Energieeffizienz/Energieeffizienz_und_Prozesswaerme/energieeffizienz_und_prozesswaerme_node.html

Die Richtlinie gilt bis zum 31. Dezember 2022.

Bundesförderung Förderwettbewerb
Bundesförderung für Energieeffizienz in der Wirtschaft – Förderwettbewerb

Für Ihre Investitionen zur energetischen Optimierung von industriellen und gewerblichen Anlagen und Prozessen oder für Investitionen zur Prozesswärmebereitstellung aus erneuerbaren Energien können Sie eine Förderung von bis zu 50 Prozent erhalten.

Gefördert werden investive Maßnahmen zur energetischen Optimierung von industriellen und gewerblichen Anlagen und Prozessen, die zur Erhöhung der Energieeffizienz beziehungsweise zur Senkung des fossilen Energieverbrauchs in Unternehmen beitragen. Hierzu gehören insbesondere:

  • Prozess- und Verfahrensumstellungen auf effiziente Technologien sowie energetische Optimierung von Produktionsprozessen
  • Maßnahmen zur Abwärmenutzung
  • Maßnahmen an Anlagen zur Wärmeversorgung, Kühlung und Belüftung sind förderfähig, sofern diese überwiegend direkt für Prozesse zur Herstellung, Weiterverarbeitung oder Veredelung von Produkten eingesetzt werden.
  • Maßnahmen zur energieeffizienten Bereitstellung von Prozesswärme oder -kälte
  • Maßnahmen zur Vermeidung von Energieverlusten im Produktionsprozess
  • Maßnahmen zur Prozesswärmebereitstellung aus:
    • Solarkollektoranlagen,
    • Biomasse-Anlagen,
    • Wärmepumpen.
  • Sensorik, Mess-, Steuer- und Regelungstechnik (MSR) sowie zugehörige Software zur Dokumentation, Überwachung und Regulierung der Energieverbräuche der optimierten Anlagen und Prozesse.

Förderfähig sind darüber hinaus Aufwendungen für die Erstellung eines Einsparkonzepts und die Umsetzungsbegleitung der geförderten Investitionsmaßnahme durch externe Energieberater.

Die Fördermittel werden in einem wettbewerblichen Verfahren verteilt. Gefördert werden die Projekte mit der besten Fördereffizienz, das heißt die Projekte mit der höchsten jährlichen CO2-Einsparung pro beantragten Euro Förderung.

Eine festgelegte Förderquote gibt es nicht: Antragssteller entscheiden im vorgegebenen Rahmen selbst, welche Förderung Sie für die geplante Effizienzmaßnahme beantragen. Die Förderquote kann bis zu 50 Prozent der förderfähigen Kosten betragen. Zu bedenken ist: je höher die durch eine Energieeinsparung erzielte CO2-Einsparung im Vergleich zur beantragten Fördersumme, desto besser sind die Chancen im Wettbewerb. Die maximale Förderung pro Vorhaben liegt bei EUR 5 Millionen.

Es sind mehrere Wettbewerbsrunden pro Jahr mit entsprechenden Stichtagen und Budget vorgesehen. Wird das in einer Wettbewerbsrunde zur Verfügung stehende Budget um 50 Prozent überzeichnet, kann die Runde vorzeitig beendet werden.

Weitere Infos:

https://www.wettbewerb-energieeffizienz.de/WENEFF/Navigation/DE/Home/home.html

Die Richtlinie gilt bis zum 31. Dezember 2022.

Produktionsanlagen/-prozesse
KfW-Energieeffizienzprogramm – Produktionsanlagen/-prozesse

Wenn Sie in Ihrem Unternehmen Energie einsparen möchten, beispielsweise in Ihren Kühlräumen, und dazu eine Investition planen, können Sie unter bestimmten Voraussetzungen ein Darlehen von bis zu EUR 25 Millionen erhalten.

Die KfW-Bankengruppe unterstützt Sie als gewerbliches Unternehmen mit einem Darlehen bei Energieeffizienzmaßnahmen im Bereich von Produktionsanlagen und -prozessen.

Sie erhalten die Förderung zum Beispiel für Investitionen in den folgenden Bereichen:

  • Maschinen, Anlagen und Prozesstechnik
  • Druckluft, Vakuum und Absaugtechnik
  • Elektrische Antriebe und Pumpen
  • Prozesswärme
  • Prozesskälte, Kühlhäuser und Kühlräume
  • Wärmerückgewinnung und Abwärmenutzung (für Produktionsprozesse)
  • Mess-, Regel- und Steuerungstechnik
  • Informations- und Kommunikationstechnik
  • Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen

Sie können in Verbindung mit förderfähigen Energiesparinvestitionen in Ihrem Betrieb auch für Aufwendungen, die Ihnen durch Begleitung Ihrer Planung und Umsetzung entstehen, eine Förderung erhalten.

Neben der Förderung im Bereich der Produktionsanlagen werden im Rahmen des KfW-Energieeffizienzprogramms – Energieeffizient Bauen und Sanieren auch der Neubau, Ersterwerb und die Sanierung gewerblich genutzter Nichtwohngebäude mitfinanziert.

Sie erhalten die Förderung als Darlehen. Dies beträgt bis zu 100 Prozent Ihrer förderfähigen Kosten. In der Regel beträgt das Darlehen bis zu EUR 25 Millionen pro Vorhaben.

Sie stellen Ihren Antrag auf Förderung vor Beginn Ihres Vorhabens bei Ihrer Hausbank. Diese leitet Ihren Antrag an die KfW Bankengruppe weiter.

Sie können das Darlehen mit anderen Fördermitteln im Rahmen der jeweils relevanten EU-Beihilfegrenzen kombinieren.

Weitere Infos:

https://www.kfw.de/inlandsfoerderung/Unternehmen/Energie-Umwelt/Förderprodukte/EE-Produktion-292/

Heizungsoptimierung
Heizungsoptimierung (BEG)

Ziel und Gegenstand

Gefördert werden sämtliche Maßnahmen zur Optimierung des Heizungsverteilsystems in Bestandsgebäuden, mit denen die Energieeffizienz des Systems erhöht wird.

Gefördert wird:

  • der hydraulische Abgleich der Heizungsanlage inklusive der Einstellung der Heizkurve
  • der Austausch von Heizungspumpen sowie der Anpassung der Vorlauftemperatur und der Pumpenleistung, Maßnahmen zur Absenkung der Rücklauftemperatur bei Gebäudenetzen im Sinne der Richtlinien
  • im Falle einer Wärmepumpe auch die Optimierung der Wärmepumpe
  • die Dämmung von Rohrleitungen
  • der Einbau von Flächenheizungen, von Niedertemperaturheizkörpern und von Wärmespeichern im Gebäude oder gebäudenah (auf dem Gebäudegrundstück)
  • die Mess-, Steuer- und Regelungstechnik

Voraussetzungen

Voraussetzung für alle Maßnahmen ist die Durchführung eines hydraulischen Abgleichs der Heizungsanlagen. Sollte der hydraulische Abgleich aus technischen Gründen nicht möglich sein, muss zumindest ein Heizungscheck nach DIN EN 15378 durchgeführt werden.

Art und Höhe der Förderung

  • Förderfähiges Mindestinvestitionsvolumen: 300 Euro (brutto).
  • Der Fördersatz beträgt 20 Prozent der förderfähigen Ausgaben.
  • Max. förderfähige Ausgaben: 1.000 Euro pro Quadratmeter Nettogrundfläche, insgesamt max. 15 Millionen Euro.
  • Bis zu 50 % der Fachplanung und Baubegleitung.

Weiterführende Informationen

Anlagentechnik
Anlagentechnik (außer Heizung) (BEG)

Ziel und Gegenstand

Gefördert wird der Einbau von Anlagentechnik in Bestandsgebäuden zur Erhöhung der Energieeffizienz des Gebäudes.

Gefördert wird:

  • Einbau, Austausch oder Optimierung raumlufttechnischer Anlagen inklusive Wärme- / Kälterückgewinnung
  • Einbau von Mess-, Steuer- und Regelungstechnik zur Realisierung eines Gebäudeautomatisierungsgrades mindestens der Klasse B nach DIN V 18599-11
  • Kältetechnik zur Raumkühlung
  • Einbau energieeffizienter Beleuchtungssysteme

Voraussetzungen

Die Antragstellung erfordert die Einbindung eines Energie-Effizienz-Experten.

Art und Höhe der Förderung

  • Förderfähiges Mindestinvestitionsvolumen: 2.000 Euro (brutto).
  • Der Fördersatz beträgt 20 Prozent der förderfähigen Ausgaben.
  • Max. förderfähige Ausgaben: 1.000 Euro pro Quadratmeter Nettogrundfläche, insgesamt max. 15 Millionen Euro.
  • Bis zu 50 % der Fachplanung und Baubegleitung.

Weiterführende Informationen

Heizungstechnik
Anlagen zur Wärmeerzeugung (Heizungstechnik) (BEG)

Ziel und Gegenstand

Gefördert werden der Einbau von effizienten Wärmeerzeugern, von Anlagen zur Heizungsunterstützung und der Anschluss an ein Gebäude- oder Wärmenetz, das erneuerbare Energien für die Wärmeerzeugung mit einem Anteil von mindestens 25 Prozent einbindet.

Gefördert wird:

  • Gas-Brennwertheizung (Renewable Ready)
  • Gas-Hybridheizungen
  • Solarkollektoranlagen
  • Biomasseheizungen
  • Wärmepumpen
  • Innovative Heiztechnik auf Basis erneuerbaren Energien
  • Erneuerbare Energien-Hybridheizungen (EE-Hybride)
  • Gebäudenetze und Anschluss an eine Gebäude- oder Wärmenetz
  • Maßnahmen zur Visualisierung des Ertrags Erneuerbarer Energien

Art und Höhe der Förderung

  • Förderfähiges Mindestinvestitionsvolumen: 2000 Euro (Brutto).
  • Max. förderfähige Ausgaben sind gedeckelt auf 1.000 Euro pro Quadratmeter Nettogrundfläche, insgesamt auf maximal 15 Millionen Euro.
  • Bis zu 50 % der Fachplanung und Baubegleitung

Die aufgeführten Wärmeerzeuger werden mit folgendem Fördersatz gefördert:

  • Gasbrennwert-Heizungen (Renewable Ready) mit 20 %
  • Gas-Hybridheizungen mit 30 %
  • Solarthermieanlagen mit 30 %
  • Wärmeübergabestation eines Netzes mit einem Anteil erneuerbarer Energien von mindestens 25 % mit 30 %
  • Wärmeübergabestation eines Netzes mit einem Anteil erneuerbarer Energien von mindestens 55 % mit 35 %
  • Wärmepumpen mit 35 %
  • Biomasseanlagen mit 35 % (bei besonders emissionsarmen Biomasseanlagen erhöht sich der Zuschuss um 5 Prozentpunkte)
  • Erneuerbare Energien-Hybridheizungen (EE-Hybride) mit 35 %

Zusätzlich zu den genannten Fördersätzen kann beim Austausch einer mit dem Brennstoff Öl betriebenen Heizungsanlage ein Bonus in Höhe von 10 Prozentpunkten gewährt werden, sofern eine Gas-Hybridheizung, Biomasseheizung, Wärmepumpe, EE-Hybridheizung oder Wärmeübergabestation errichtet wird.

Weiterführende Informationen